Zuerst nach Innen
Alle wollen wir vorwärts kommen. Also schauen wir nach vorne. Eine Gefahr dabei ist, dass wir uns verlieren im Aussen. Und zwar vor allem über unsere Blicke. Um wirklich zu wissen, wohin wir wahrhaftig wollen, ist es lohnenswert, zuerst nach innen zu schauen, und erst von da nach aussen. Eigentlich ist das ja der natürliche Weg, denn unser Leben beginnt innen, im Mutterleib. Doch gewohnheitsmässig gehen wir eher nach aussen. Wer zuerst nach innen geht und von da nach aussen, kann entdecken, dass die gleiche äussere Welt anders sich zeigt; ein Umstand, der verblüfft. Dinge, die vorher übersehen wurden, erscheinen nun plötzlich, andere treten in den Hintergrund. Und wir werden vermutlich manchmal anders entscheiden, wenn wir dies so tun.
Christian Weiss
21.04.2009
Finden statt Suchen
Innerlich sind wir meistens am Suchen, und dies meist im Aussen. Wir suchen nach Lösungen, nach Abhilfe, nach Frieden. Verlegen wir uns auf das Finden, hört das Suchen auf. Suchen ist geprägt von einem Mangel, Finden von dem, was schon da ist. Finden hat mehr Verbindung zur Fülle.
Es gibt viele Gründe dafür, dass wir so reagieren wie eben beschrieben. Ein wichtiger liegt im Alltag: Beim Essen beispielsweise verbrauchen wir Nahrungsmittel. Natürlich gewinnen wir etwas dafür, trotzdem entsteht ein Mangel, den wir beheben müssen.
Da unsere Gedanken sich viel mit solchen Dingen beschäftigen müssen, ist leicht ersichtlich, weshalb es uns schwer fallen kann, uns mit der Fülle auseinanderzusetzen. Gleichzeitig enthält dieses Beispiel aber auch das alltägliche Potenzial, uns zu schulen: denn die Fülle, das Finden möchte sich ausbreiten, tagaus, tagein.
Christian Weiss
21.04.2009
Es gibt keinen Grund, zu vertrauen. Vertrau.
Christian Weiss
21.04.2009